Freitag, 28. Juli 2017

Omsk zum zweiten.



Donnerstag, 27. Juli

Wir sind jetzt wieder in Omsk und haben heute wieder eine Stunde „zurückgewonnen“. Die Zeitdifferenz zu Deutschland beträgt jetzt nur noch 4 Stunden. Gut dass es bei unserem ersten Besuch schönes Wetter hatte und wir so diese wirklich sehr schöne Stadt sehen konnten. Dieses Mal hat es teilweise stark geregnet so dass wir nur wenig Zeit zum rumbummeln hatten. 





Wir besuchten wieder unser „Ukrainisches Stammlokal“ in dem wir schon das erst mal super gegessen hatten. Manchmal wären bessere Russisch Kenntnisse hilfreich. Aber manchmal gibt es halt auch lustige Überraschungen. Dieter war zuerst von seiner Menüauswahl etwas enttäuscht und stocherte etwas Missmutig in seinem Kartoffel-Pilzauflauf herum, während Thomas und ich ordentliche Portionen hatten. Aber er hatte sich ja noch eine Portion Sauerkraut in rot bestellt. Als sein rotes Sauerkraut dann kam, staunt er nicht schlecht als es mit einer riesigen glasierten Schweinshaxe garniert war.
 
Morgen geht es zuerst noch ein paar hundert km auf der gleichen Strecke zurück, bevor wir dann in Richtung Süden auf die Wolga zu abbiegen werden. Dann geht es die Wolga nach unten in Richtung Kaukasus.

Donnerstag, 27. Juli 2017

Wieder neue Freunde in Sibirien gefunden.



Mittwoch, 26. Juli

Es ging heute wieder ungefähr 350 km in Richtung Westen. Wir sind jetzt da wo wir schon einmal waren. Aber anders als in Europa, wo man das Gefühl hat, dass man aus unterschiedliche Richtungen, die Landschaft unterschiedlich wahrnimmt, so macht es hier in der westsibirischen Tiefebene absolut keinen Unterschied in welche Richtung man fährt.
Während des Tages kamen uns immer wieder Fahrzeuge einer Oldtimerrally entgegen, die meisten aus Frankreich. Es waren viele alte Renaults, Simcas sowie Citroëns, sogar eine „Ente“ war mit dabei.
Wir haben dann in Kuybyshev einer kleinen Stadt etwas abseits der eigentlichen Hauptstraße ein einigermaßen gutes Hotel gefunden. Das Hotel ist allerding selbst in dieser Stadt etwas abseits gelegen. Laut Booking.dot.com das einige Hotel zwischen Novosibirsk und Omsk. Es hätte allerdings bessere und zentraler gelegen auch gegeben.
Wir waren ziemlich müde und wollten eigentlich nur in Ruhe zu Abend essen. Doch manchmal entwickeln sich die Dinge einfach anders. Das „italienische Essen“ sowie das Holsten Bier war wirklich gut.
Irgendwann wurden die Russen am Nachbartisch dann auf uns Aufmerksam. Es kam wie es wohl so kommen sollte und wir mussten einfach mitfeiern. Michael, Jewgeni, Sergey und die anderen waren super nett. Mit den 4 Russen und einem Armenier haben wir einen tollen, lustigen und feuchten Abend verbracht. Langsam kommt es uns so vor, als ob wir „Deutschlands beste Botschafter in Russland seien“. Wir geben jedenfalls unser bestes, die Russen machen es uns aber auch wirklich leicht.


Auf Empfehlung unserer neuen Freunde nahmen wir dann ein Taxi (für ca. 1,- €) zu unserem Hotel und ließen den Bus stehen. In Sachen Alkohol scheint die russische Polizei keinen Spaß zu verstehen und wir wollten natürlich auch nichts riskieren.

Dienstag, 25. Juli 2017

Die Technik stimmt wieder.



Dienstag, 25. Juli

Das gute zuerst, der Bus ist wieder wie neu (sogar geputzt). Für gerade einmal gute 250 € ist der Bus total wieder hergestellt: Komplett durchgecheckt, neuer Stoßdämpfer, Spur überprüft, Ölwechsel usw.) Wir bekamen aufgrund der Deutsch-Russischen Druschba = Freundschaft noch 20% Rabatt und die besten Wünsche für unsere weitere Fahrt. Die Russen sind einfach klasse
.
Den Tag sind wir relativ entspannt angegangen. Nach einem guten Frühstück haben wir den Zoo in Novosibirsk besucht. Wir wollten, wenn schon nicht freilaufend, sibirische Tiger, riesige Braunbären und Schneeleoparden Auge in Auge sehen.




Abends gab es dann wieder sehr gutes Essen (Steaks), ausreichend russisches Bier und für mich einen „Altai-Wodka“. Selbst wenn uns einige „Blauäugigkeit“ unterstellen wollten, man bewegt sich hier in den Städten so ungezwungen und entspannt wie man es sich kaum vorstellen kann. Mit dem Gefühl das man früher in Ost-Berlin oder der DDR hatte, hat das hier wirklich überhaupt nichts zu tun.


Boxenstop in Novosibirsk



Montag, 24. Juli

Da es auch in Barnaul eine VW Werkstätte gibt, sind wir diese morgens erst einmal angefahren. Leider ohne Erfolg, die Leute waren sehr bemüht und nett konnten uns aber nicht helfen, da der Stoßdämpfer in Barnaul, weder bei VW noch im Zubehörhandel verfügbar war. Dieses Teil aus Moskau kommen zu lassen würde für uns zu lange dauern.
Also sind wir weiter nach Novosibirsk gefahren. Die Fahrt war nicht sehr abwechslungsreich, sondern im Wesentlichen, die uns bereits bekannte Sibirische Landschaft. Wir kamen auch an ein paar Industriegebieten vorbei, die zum Teil in ihrer Bausubstanz noch stark an die Sowjetzeit erinnern. Es gab aber auch bereits einige komplett neue moderne Siedlungen zu sehen.
In Novosibirsk fuhren wir zuerst zu der VW Niederlassung. Die Leute waren super nett, sprachen hervorragend Englisch und sind sehr kompetent. Wir wurden auf einen guten Kaffee eingeladen und dann wurde unser Problem angegangen.
Das Ergebnis war super: Wir bekommen morgen aus dem Zubehörhandel einen Billstein Stoßdämpfer, den der Werkstatt Meister nach einigem Suchen im Computer und mit ein paar Telefonaten gefunden hatte. Der Bus wird heute noch komplett durchgecheckt und bekommt dann morgen den neuen Stoßdämpfer eingebaut, das Öl wird gewechselt und das Fahrzeug von außen vom mongolischen Staub befreit.
Wie bereits von uns vermutet hing auch das Problem mit der ABS Anzeige mit dem defekten Stoßdämpfer zusammen. Die Anzeige war zwar inzwischen erloschen, meldete sich aber bei schlechter Straße manchmal wieder zurück. Wenn ein Rad „tanzt“ steigt halt das ABS System aus.
Wir nahmen dann ein Taxi, welches das Gepäck in unser bereits zuvor gebuchtes Hotel brachte und vor den Motorrädern herfuhr. Der Taxifahrer sprach passables Deutsch, so dass es noch eine nette Unterhaltung gab. Zur Feier des Tages besuchten wir dann, ein uns vom ersten Novosibirsk Besuch bekanntes gutes Lokal und ließen den Abend bei Bier und russischen Schmankerln ausklingen.

Sonntag, 23. Juli 2017

Auf schönen Straßen durch das Altai Gebirge



Sonntag, 23. Juli

Wir hatten eine nette kleine Pension im Altai Gebirge mit schönem Ausblick gefunden und schliefen auf guten Betten und halbwegs gutem Abendessen wie die Steine. Die Straße in Russland war perfekt. Wir waren überglücklich endlich wieder in der Zivilisation angekommen zu sein. Morgens wechselten Dieter und Thomas die GS wieder von Wüstenprofil (Stollen) auf straßentaugliche Bereifung zurück.
Den Tag verbrachten wir damit ca. 450 Km durch das Altai Gebirge in Richtung Novosibirsk zu fahren. Die ersten 250 Km führten uns über tolle Straßen durch eine herrliche Landschaft bei allerbestem Wetter. 





Die restlichen 200 Km regnete es. Wir kamen gegen 19:00 in Barnaul, einer großen, schönen Stadt (650 000 Einwohner) am Ob an, wo wir ein interessantes Hotel fanden.
Das Problem mit dem kaputten VW-Bus Stoßdämpfer ist auf guten Straßen nicht weiter schlimm und da es im nur noch 200 Km entfernten Novosibirsk eine sehr große VW Niederlassung gibt, sind wir absolut sicher, dass unser Problem morgen in kurzer Zeit gelöst sein wird. An meiner BMW hat sich bisher das austretende Ölproblem am Stoßdämpfer auch soweit relativiert, dass nach dem säubern nur ganz minimal weiteres Öl ausgetreten ist, beim Fahren merkt man im Gegensatz zum Bus bisher keine Verschlechterung.