Mittwoch, 7. Juni 2017

Durch Masuren nach Litauen



Dienstag, 06. Juni
Heute fuhren wir durch die landschaftlich reizvolle Gegend der Masuren, die geprägt ist von einer Seelandschaft, tollen Wäldern und Alleestraßen. Hier probierten wir auch zum ersten Mal unsere Selbstversorgungsmöglichkeiten aus und nahmen unseren Kocher in Betrieb.


Abends erreichten wir dann Litauen. Wir genießen die Vorteile, die Europa bietet. Wir fahren seit 5 Tagen und brauchten noch keinen Ausweis und können jetzt sogar wieder mit Euro bezahlen. Anscheinend boomt die Wirtschaft wirklich, bei Kaunas uns kamen Unmengen LKW‘s entgegen.
In Litauen kann man nur raten, sich rechtzeitig um eine Unterkunft zu kümmern. Es gibt wenige und die wir fanden waren ausgebucht. Zum Glück starteten wir noch einen letzten Versuch vor dem Zeltaufbau. Der führte uns quer durch die Wildnis auf einer ca. 12 Km langen staubigen Waschbrettpiste, die wir mutig mit erhöhter Geschwindigkeit „überflogen“. Die Staubfahne war Kilometerweit zu sehen.
Plötzlich endete dieser wilde Ritt von einem traumhaften gelegenen noblen Anwesen an einem wunderschönen See. Eine Frau die ein wenig Englisch sprach empfing uns. Zum Glück war ein Litauisches Pärchen da, die in Deutschland leben und die hier ihre für Herbst geplante Hochzeit vorbereiteten. Sie halfen uns beim Übersetzen und so bekamen wir eine Super Unterkunft mit Frühstück für 20 € pro Person. Zusätzlich gab es noch eine Eierpfanne mit Speck, damit wir nicht hungrig ins Bett fallen mussten. 






Morgen werden wir nach Russland fahren. Wir sind schon sehr gespannt und voller Vorfreude, wenn auch für einige in Deutschland zurzeit Russland eher als eine Art „Mordor“ wie im Herrn der Ringe gesehen wird. Bisher trafen wir nur auf freundliche nette Menschen auf unserer Reise. Wir gehen davon aus, dass dies auch in Russland der Fall sein wird.

Dienstag, 6. Juni 2017

Quer durch Polen

Montag, 05. Juni

Nachdem wir uns vormittags die riesige Wallfahrtskirche in Lichen angeschaut hatten, ging es den ganzen Tag das das flache und überwiegend landwirtschaftlich geprägte Polen.
Es gab eigentlich außer netten Leuten und schöner Landschaft keine besonderen Vorkommnisse.
Abends fanden wir dann in Wielbark, dem ehemaligen Willenberg eine gute und auch sehr günstige Unterkunft. Laut einer Bildtafel in unserem Hotel hat in dieser Ortschaft auch Napoleon übernachtet und zwar sowohl auf der Hin als auch auf der Rückreise von Moskau.





Montag, 5. Juni 2017

Tag 2 in Polen



Sonntag, 04. Juni
Unsere Unterkunft war wirklich hervorragend. Getoppt wurde das Ganze dann noch morgens mit einem überragenden Frühstück. Diese Unterkunft mit solch tollen Gastgebern können wir nur weiterempfehlen.




















  













So gestärkt traten wir dann die Fahrt durch Polen an. Der Tag führte uns über gut ausgebaute Straßen durch eine wenig spektakuläre Landschaft. Die Highlights / Lowlights traten dann abends ein. Zuerst überquerten wir die Varta mit einer kostenlosen Fähre, danach öffnete Petrus seine Schleusen und wir wurden in den letzten 20 Minuten auf das gründlichste gewaschen. Nass und müde erreichten wir dann für uns etwas überraschend einen riesigen Wallfahrtsort mit der größten Kathedrale Polens (Lichen).
Zum Glück gibt es hier auch ein sehr gutes Hotel, das uns freundlich aufnahm. Es gab super essen, hervorragendes Bier und die Möglichkeit unsere Motorradklamotten zu trocknen.

Sonntag, 4. Juni 2017

Die Räder rollen.



Samstag, 03. Juni
Nach einem guten Bayerischen Weißwurstfrühstück begann heute um 9:00 unser Abenteuer.
Dieter und seine Frau Julia waren am Vortag aus Bad Nauheim angereist. Thomas und Charly hatten ihr Gepäck bereits in Bernhardswald vorbeigebracht, so dass der Bus am Freitagabend beladen und fahrbereit war. Freitags Abend gab es noch einen Grillabend bei Klaus uns seiner Frau Gaby als Vorbereitung.
Am Samstagmorgen kamen dann Charly, Thomas und Klaus Schmalzbauer, der den VW-Bus die ersten paar Tage fahren wird in Bernhardswald vorbei. Nach einigen „herzzerreißenden“ Abschiedsszenen ging es dann halbwegs pünktlich los (Thomas hatte zuvor seine „Klapperl“ vergessen, musste noch einmal umkehren und verspätete sich deshalb etwas).

Über die alte B16 und die B85 fuhren wir nach Furth im Wald und dann durch Tschechien in Richtung Riesengebirge und dann ins Erzgebirge. Klaus B. und Thomas kannten da von früher eine gute Unterkunft. Allerdings war diese Mal nicht nur dieses Gasthaus ausgebucht (Pfingsten), sondern auch alle anderen in der Gegend. Zum Glück lernten wir direkt auf dem Pass, an der Grenze zu Polen zwei nette polnische Radfahrer kennen. Diese setzten alle Hebel in Bewegung um uns in ihrem ca. 15 Km entfernten Heimatdorf in Polen unterzubringen. Der eine war Schreiner und brachte uns bei seiner Tante unter. Dieter als Experte, staunte nicht schlecht, was sein polnischer Kollege da in diesem Haus für wirklich sehenswerte Restaurierungsarbeiten durchgeführt hatte.
Obwohl es schon sehr spät war und wir mehr als 500 Km hinter uns hatten, versuchten wir natürlich, müde und ausgehungert, noch etwas Essbares und vor allem auch ein paar Bier aufzutreiben. Unsere polnischen Gastgeber taten ihr bestes, aber das Ganze endete schnell im Chaos. War die Disziplin tagsüber noch sehr gut, so brach abends alles innerhalb von wenigen Minuten komplett zusammen und unser Team war buchstäblich in der ganzen Kleinstadt verstreut. Keiner wusste mehr wo der andere war. Unsere polnischen Freunde hatten wirklich alle Mühe uns wieder zusammenzusammeln. Letztendlich gelang es uns dann an einer nur ca. 50m von unserer Pension entfernten Tankstelle noch etwas Nahrung in fester und flüssiger Form aufzunehmen.
Das gute an der Sache war, das wirklich keiner stritt, sondern alle nur lachten und wir aus der Sache hoffentlich alle gelernt haben wie wichtig es ist, das jeder darauf achtet seinen Hintermann nicht zu verlieren, ganz besonders wenn man müde, hungrig und durstig ist und deshalb an seinem Vordermann „klebt“ um so schnell wie möglich in ein Gasthaus zu kommen.